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Asyl in Hechendorf: Wege in die Integration

Am 19 Juni 2015 zogen die ersten Asylbewerber nach Hechendorf. Die ersten acht Monate lebten sie sehr beengt im Bürgerstadl. Seit die Wohnanlage am Oberfeld am 1. März 2016 bezogen werden konnte, hat sich die Wohnsituation deutlich entspannt. Zeit für ein Resümee nach diesem ersten Jahr „Asyl in Hechendorf“.

Unter den 35 jungen Männer und den betreuenden Familien haben sich Freundschaften entwickelt. Man kennt einander und weiß, was man voneinander erwarten kann und was nicht. Längst hat sich unaufgeregter Alltag eingestellt. Die Bemühungen des Helferkreises und die Anstrengungen der jungen Flüchtlinge haben sich gelohnt: Die stets geforderte Notwendigkeit zur Integration ist in Hechendorf auf einem guten Weg. Alle Hechendorfer Flüchtlinge haben etwas zu tun, seien es Deutschkurse, Praktika, Festanstellungen, „1 €-Jobs“ und vieles mehr. Die Statistik der Beschäftigungen spricht für sich selbst:

In Beschäftigung vermittelte Flüchtlinge in Hechendorf

In Beschäftigung vermittelte Flüchtlinge in Hechendorf

Was in dieser Zusammenstellung nicht erscheint:

  • In der Wohnanlage in Hechendorf leben 32 Eritreer, von denen inzwischen 19 anerkannt wurden, zwei aus Mali und einer aus Somalia.

  • Nach der Anerkennung sind 1€-Jobs nicht mehr möglich. Die große Zahl der beendeten „1 €-Jobs“ ist hier nicht erfasst.

  • Die Teilnahme an verschiedenen Sprach- und Alphabetisierungskursen.

  • Die Teilnahme an inzwischen beendeten Ausbildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit.

  • Die Teilnahme an Integrationskursen. Derzeit besuchen 15 Männer einen Integrationskurs in Seefeld. Weitere Kurse beginnen im Herbst 2016. Die Einstufungstests dafür wurden bereits absolviert.

  • Einige wenige Anerkannte können in diesen Tagen ausziehen, da sie privat eine Wohnung gefunden haben.

Fazit:

Für die Dauer der Integrationskurse ist die Aufnahme einer Vollzeitbeschäftigung aus zeitlichen Gründen nicht in allen Fällen möglich. Dennoch sucht der Helferkreis weiter nach passenden Jobs mit längerfristiger Perspektive. Je besser die Sprachkenntnisse werden, um so leichter wird die Vermittlung von Arbeitsplätzen sein. Eine große Herausforderung bleibt die Suche nach privaten Wohnungen/Zimmern. Da sind wir auf die Mithilfe von wohlmeinenden Vermietern angewiesen. Insgesamt lässt sich feststellen: Unsere Hechendorfer Flüchtlinge sind auf einem guten Weg und täglich dankbar für die große Unterstützung, die Ihnen das Einleben bei uns ermöglicht hat und weiter ermöglicht.

Ute Dorschner, Helferkreis „Agenda Asyl und Integration“ in Seefeld

Ute-Dorschner

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